20.01.2019
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Urkunde Eichstedt

Erste urkun dliche Erwähnung Im Jahre 1204 wurden durch Graf Adelbert III. in Arneburg, später Markgraf von Brandenburg, alle Besitzungen, welche zum Kloster Ilsenburg am Brocken, zu Polkritz gehörten, von ihren Lasten befreit.

"Ego Adelbertus, Dei gratia Comes in Arneburg, universis Ecclesie fidelibus in perpetuum. Noverit universitas fidelium tam presentium quam futurorum, quod consideratis et discussis motibus temporalibus nihil perpetuum, nihil salutiserum fit, perituri seculi lene et miserabile invenimus blandimentum. Unde stabilitatis alicuius folliciti editicare fundamentum, defideravimus participes fieri divini obsequii et orationum fratrum in Ilseneburg, Et quemadmodum avus noster Adelbertus pie memorie, Marchio in Brandenburg, bona eorum in Polkritz, ab omni iure, quo ei tenebantur, plenissime absolvit, ita et nos ad exemplum ipsius, ab omni jure, si quod erat, quo nobis teneri videbantur, bona eorundem fratrum in Polkritz plene et a qualibet prorfus absolvimus exactione. Nullam penitus Bedelli et officiales nostri rogandi, precipiendi five sollicitandi ex parte nostra habeant autoritatem, Nulla nobis sint ibi hospitia, nulla prorsus servitia; sed bona predictorumfratrum, sive culta, sive inculta, sive postmodum colenda, usibus eorum serviant penitus profutura. Ut autem hec nostra donatio rata et inconcussa futuris postmodum permaneat temporibus, sigilli nostri impressione roboravimus, adhibitis idoneis testibus, quorum nomina subter annotata sunt. Rodgerus de Vivlinge, Gerhardus de Belitz, Teoricus Dapiser, Heidenricus et Adelbertus der Bortfelde, Alardus der Harhem, Heinricus de Wontbusch, Johannes de Giesenslage, Hermannus de Rorbeck, Volradus et Theodoricus de Eckstede et alii quam plures. Anno Dominice incarnationis millesimo (du) centesimo et quarto conscripta a Godofredo, Curie nostre Cappellano."

Sinngemäße Übersetzung Ich, Adelbert, durch Gottes Gnade Graf in Arneburg, den Gläubigen der allgemeinen ewigwährenden Kirche. Es wird erneuert (für) die, Gesamtheit, der Gläubigen - sowohl der gegenwärtigen wie der zukünftigen - was festgesetzte und besprochene zeitliche Angelegenheiten (we = der ewige noch heilbringende) betrifft; (für) vergehende gute wie schreckliche Jahrhunderte setzen wir eine Gnadengabe (= annehmlichkeit) fest. Daher - um für die Stabilität jener ein starkes Fundament zu legen, haben wir gewünscht, Teilhaber zu werden der Gott gehorchenden und anbetenden Brüder in Ilsenburg.


Und in gleicher Weise wie unser Vorfahr, Adelbert, seligen Angedenkens, Markgraf in Brandenburg, jener Besitzungen in Polkritz vollständig von allem Recht, das auf diesen lag, freistellte, so befreien auch wir nach nach seinem Beispiel den Besitz jener Brüder in Polkritz vollständig und ganz und gar von aller Belastung (-Recht) wenn etwas war, was uns zuzustehen geschienen hätte.


Überhaupt kein Pedell und kein von uns offiziell Beauftragter, Befehlender oder Betreuer soll auf unserem Anteil Autorität haben. Keinem von uns steht dort Quartier zu, überhaupt keine Dienstbarkeit. Sondern der Besitz der vorbesprochenen Brüder - sei er bebaut oder unbebaut (in Kultur oder unkultiviert), sei er auf irgend eine Weise genutzt - soll ganz und gar zu ihrem künftigen Nutzen dienen. Und damit diese unsere Schenkung sicher und unerschütterlich für künftige wie auch immer sich gestaltende Zeiten bestehen bleibe, haben wir unsere Siegel kräftig eingedrückt in Anwesenheit jener Zeugen, deren Namen nachfolgend aufgeführt sind: Ro(d)ger von Vierling, Gerhard von Be(e)litz, T(h)eo(de)rich Dapiser, Heidenr(e)ich und Adelbert von Bortfelde, Alard von Harhe(i)m, Heinrich von Wontbusch, Johannes von Giesenslage, Hermann von Ro(h)rbeck, Volrad und Theoderich von E(c)kstedt und andere mehr. Im Jahre nach des Herrn Fleischwerdung 1204 verfaßt von Godfred, Kapellan unseres Hofes (unserer Kirche).