21.03.2019
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Lesung mit dem Ungarischen Schriftstellers Györgi Dalos

08.04.2019 um 19:00 Uhr

Im Rahmen einer Projektwoche vom 08.04. – 12.04. 2019 zum Thema „30 Jahre nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten im sowjetischen Machtbereich – Was ist aus dem politischen Erbe der ostmitteleuropäischen und DDR-Dissidenten geworden?“ findet ein Lesung  mit dem renommierten ungarischen Schriftsteller, Historiker, Mitbegründer der ungarischen Opposition in den 70-iger Jahren, György Dalos, (Berlin)  und  anschließender Diskussion statt.
Die Veranstaltung wird moderiert von Wolfram Tschiche, Klinke, Theologe, Philosoph, Publizist, seit Ende der 60-iger Jahre in der DDR Opposition engagiert.
Diese Veranstaltung findet im Rahmen der oben genannten Projektwoche statt, die von der Landesbeauftragten Birgit Neumann-Becker, Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur
Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert wird.
Diese Lesung, die unter anderen Orten auch in Arneburg angeboten wird, bietet allen Interessierten die Möglichkeit zu erfahren, was aus den politischen Anliegen der ostmitteleuropäischen und DDR-Dissidenten geworden ist.
„Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 markierte symbolisch das Ende des Kalten Krieges und kündigte die Transformation des internationalen Systems an, das seit
dem Ende des Zweiten Weltkriegs Bestand gehabt hatte. Er war eindeutig eine Zäsur, der Abschluss des „kurzen 20. Jahrhunderts“ (1914 – 1989), das von zwei Weltkriegen und zwei totalitären Systemen geprägt war, die in Europa ihren Ursprung hatten.
Als friedlicher Übergang zur Demokratie und „Rückkehr nach Europa“ verzeichneten die Ereignisse im Jahr 1989 internationale Resonanz, und die ostmitteleuropäischen Emanzipationsbewegungen und ihre Protagonisten wurden allerorts bewundert.
Jener Machttransfer wurde bewirkt durch Verhandlungen zwischen den Dissidentenbewegungen und den gemäßigten Eliten des alten Regimes, auch als „Friedliche Revolution“ oder „Samtene Revolution“ bezeichnet, eine Kombination von reformerischen,
nicht gewalttätigen Mitteln und revolutionären Zielen. Im Rückblick kann diese Veränderung des revolutionären Paradigmas in der Tat als originäres Vermächtnis von 1989 gelten: die Möglichkeit des Triumphes eines gewaltlosen zivilen Ungehorsams über  Diktaturen, die sich durch Repressionen und eine Besatzungsarmee zu schützen suchten.
Deshalb ist es 30 Jahre nach den ‚Friedlichen Revolutionen‘ in den ostmitteleuropäischen Staaten an der Zeit, nicht nur der damaligen epochalen Ereignisse zu gedenken, sondern kritisch danach zu fragen, worin das geistige und politische Erbe der Dissidenten bestand und ob es für gegenwärtige Probleme eine fruchtbare und wegweisende Wirkung zu entfalten vermochte.“ (Zitat Wolfram Tschiche)
György Dalos hat zahlreiche Romane und Sachbücher zu historischen Themen, u.a. zum Untergang der sozialistischen Staaten, zu Ungarn und zur russisch-sowjetischen Geschichte
sehr erfolgreich publiziert, die Einblicke in geschichtliche Zusammenhänge und Hintergründe der Ereignisse ermöglichen.
Die Veranstaltung findet am 08.04.2019 , um 19.00 Uhr in der Kulturscheune Arneburg in der Breiten Straße 15 statt. Wir freuen uns auf diese moderierte Lesung und sind gespannt auf die Resonanz in unserer Stadt. Der Eintritt ist frei

 
 

Veranstaltungsort

Kunst-und Kulturscheune Arneburg

Breite Straße 15
39596 Arneburg

Telefon (039321) 5180

Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten bitte im Tourismusbüro erfragen

 

Veranstalter

Kultur- und Heimatverein Arneburg im Altmärkischen Heimatbund e.V.

Telefon (039321) 2401

E-Mail E-Mail:

 

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