„bunt statt blau“: Schüler aus dem Landkreis Wittenberg gewinnen landesweiten Plakatwettbewerb gegen Komasaufen

DAK-Kampagne gegen das Rauschtrinken mit bundesweit 4.000 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Magdeburg, 11. Oktober 2021. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit rund 4.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Komasaufen bei Jugendlichen. In Sachsen-Anhalt malten Emilia Majhofer (15) und Fritz Gebhardt (16) aus dem Landkreis Wittenberg gemeinsam das beste Plakat in diesem Jahr. Sie setzen sich mit ihrem Team-Kunstwerk gegen rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch und wurden zusammen mit den anderen Landessiegern in Magdeburg geehrt. Sozialministerin Petra Grimm-Benne übergab heute als Schirmherrin der Aktion in Sachsen-Anhalt die Preise und Urkunden.

„Die Kampagne der DAK-Gesundheit ist ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung, denn Komasaufen hat fatale Auswirkungen. Jede Alkoholvergiftung eines Kindes oder Jugendlichen ist eine zu viel. Unsere Erfahrungen zeigen, dass Prävention immer dann gut ankommt, wenn nicht mit erhobenem Zeigefinger agiert wird, sondern Kinder und Jugendliche sich selbst künstlerisch mit ernsten Themen wie dem Rauschtrinken auseinandersetzen“, würdigt Sozialministerin Petra Grimm-Benne „bunt statt blau“.

„Es ist gut, wenn solche wichtigen Gesundheitsthemen in den Schulalltag einfließen“, sagt Steffen Meyrich, Leiter der DAK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt. „Im Kampf gegen das Komasaufen sind Jugendliche ganz wichtige Botschafter. Wenn Schülerinnen und Schüler selbst auf die Risiken des Rauschtrinkens hinweisen und Auswege aufzeigen, dann ist das wirkungsvolle Prävention.“

Plakate sind Botschaften
Die Idee hinter ihrem Plakat beschreiben die Landessieger Emilia Majhofer aus Jessen und Fritz Gebhardt aus Zahna-Elster so: „Wir stellen die aktuelle Situation vieler Menschen dar, die existenzielle Krisen und schwere Schicksale zu verkraften haben. In dieser besonderen Zeit löst Alkohol noch schlechter Probleme. Wer die Flasche in der Hand hat, kann nicht den Schlüssel in der Hand haben, um Lösungen für seine Probleme zu finden.“ Damit gewinnen die beiden den Hauptpreis von 300 Euro. Platz zwei ist ebenfalls eine Teamarbeit – von den Annaburger Schülerinnen Elenor Winkler und Romy Jähnichen (beide 16). Den dritten Rang belegt die 15-jährige Josefine Czimia aus Holleben.

Rund 20.500 Jugendliche mit Alkoholvergiftung
Nach aktuellen Zahlen des statistischen Bundsamtes landeten 2019 bundesweit rund 20.500 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. In Sachsen-Anhalt waren es 697 Betroffene zwischen zehn und 19 Jahren. Experten fordern weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens, auch im Schulunterricht. Deshalb luden die DAK-Gesundheit und Sozialministerin Petra Grimm-Benne auch in diesem Jahr zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein.

Selbstgestaltete Plakate wirken
Die Plakate, die Schülerinnen und Schüler bei „bunt statt blau“ gestalten, sind tatsächlich für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer Online-Studie mit 1.273 Teilnehmenden ihre Wirkung im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von der Zielgruppe selbst gemalten „bunt statt blau“-Plakate die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete, Warnhinweise.

Im November wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Daniela Ludwig, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und den Experten vom IFT-Nord die Bundesgewinner 2021. Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau.

Den Plakatwettbewerb „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ fand in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal statt. Insgesamt haben seit 2010 rund 115.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen wie beispielsweise den Internationalen Deutschen PR-Preis.